Sonntag, 15. Januar 2017

Interview mit Paige Toon



Hallo ihr Lieben,

wie in dem Post zur Frankfurter Buchmesse schon angekündigt, kommt hier das Interview mit Paige Toon.
Danke auch an die liebe Debbie von @lunatic.booklover, dass wir dieses Interview gemeinsam führen konnten.

Luna: Wie gefällt es Ihnen in Deutschland?

Paige: Ich liebe es hier! Die deutschen LeserInnen sind so freundlich. Ich habe mich bereits auf Twitter und Facebook mit vielen deutschen LeserInnen unterhalten. Es ist wundervoll, so viele Menschen persönlich zu treffen und es sind so viel mehr Leute gekommen, als ich dachte. Es ist einfach großartig, total aufregend.

Luna: Sind sie zum ersten Mal hier in Deutschland?

Paige: Nein, vor ein paar Monaten war ich in Berlin auf der „Loveletter Convention“. Und als ich jünger war, war ich einige Male mit meiner Familie hier. Aber ja, mein erstes richtiges Wochenende und mein Mann ist auch hier. Wir werden dieses Wochenende noch ein bisschen Sight-Seeing in Frankfurt machen.

Luna: Gibt es bestimmte Plätze in Deutschland/Frankfurt, die Sie sehen möchten?

Paige: In Frankfurt werden wir wahrscheinlich ein paar Museen und den Dom besichtigen. Alle erzählen mir davon. Er ist wirklich schön, wir sind gestern bereits daran vorbeigelaufen. Und ja, ein paar Schokoladentafeln naschen und all sowas!

Eli: Was inspiriert Sie beim Schreiben am meisten?

Paige: Ich war schon immer sehr durch Marian Keys inspiriert, eine Autorin, die ich wirklich schätze. Aber meine Ideen kommen von überall her. Manchmal kommt einem eine total verrückte Idee in den Sinn. Zum Beispiel das Buch, das ich gerade schreibe. Ich hatte die Idee von einem Ghostwriter im Kopf, der das Buch eines Autors beendet.
Ich war im Auto und dachte, wir würden einen Unfall bauen. Dabei mochte ich das Buch, das ich damals schrieb so gerne und hatte mich schon auf die nächste Szene gefreut, die ich schreiben wollte. Ich dachte: „Wenn wir einen Unfall bauen und ich sterbe, wird jemand anderes den Roman beenden. Und ich werde zurück kommen und ihn oder sie heimsuchen!“
Und da dachte ich: „Das wäre eine gute Geschichte!“, aber das wäre ein anderes Genre mit diesem Geist, der den Ghostwriter heimsucht. Also habe ich es in eine Geschichte umgewandelt, in der mein Protagonist den Roman eines verstorbenen Autors beenden soll. Ihr seht, Ideen kommen von überall her. In diesem Fall dachte ich, ich würde sterben.

Eli: Sie sind für ihre Liebesgeschichten bekannt. Glauben Sie an die wahre Liebe?

Paige: Natürlich tu ich das! Ich glaube, heutzutage lastet durch gewisse Bücher und Filme ein großer Druck auf den Menschen. Der Gedanke, den einen Seelenverwandten zu haben. Und dass es nur diese eine richtige Person für dich gibt. Das glaube ich nicht. Ich bin der Meinung, dass man die Liebe in vielen Personen finden kann. Man muss an Beziehungen arbeiten, sie sind nicht immer perfekt. Die Leute sind heutzutage viel zu wählerisch. Sie glauben, sie können und müssen alles haben, aber das ist eben nicht so. Also ich glaube, dass wahre Liebe mit einer tieferen Bedeutung von „Liebe“ heißt, dass man jemanden mit all seinen Fehlern und Macken liebt und natürlich auch die guten Seiten. Aber es muss nicht perfekt sein. Nichts ist perfekt. Für die Dinge, die man liebt, tut man auch was.

Luna: Sie selbst als Leserin, haben Sie lustige oder merkwürdige Leseangewohnheiten?

Paige: Nein, nicht wirklich, aber ich lese, wann immer ich kann. Wenn meine Kinder in der Schule sind, schreibe ich und dann am Abend kann ich es kaum erwarten zu lesen. Ich mag besonders Bücher für junge Erwachsene, mit Fantasy und Science Fiction. Wie die „Biss“-Reihe oder „Die Tribute von Panem“. Ich selbst habe eine Idee für solch eine Liebesgeschichte, die in der Zukunft spielt. Das werde ich dann als nächstes schreiben und bin schon sehr aufgeregt. Das schwirrt schon seit Jahren in meinem Kopf.

Luna: Machen sie Eselsohren in Ihre Bücher?

Paige: Ja, sehr wahrscheinlich. Ich lese meine Bücher sehr oft, wisst ihr? Ja, ich mache das! (lacht)

Luna: Welche Rolle spielen Bücher in Ihrem Leben?

Paige: Als ich meinen ersten Vertrag bekommen habe, habe ich aufgehört, andere Bücher zu lesen. Ich hatte Angst, dass ich mich mit anderen AutorInnen vergleichen würde, wenn ich ihre Bücher lese. Und dann würde ich denken: „Ich bin schlecht!“ oder „Ich kann nicht so gut schreiben wie sie!“ Also habe ich nicht mehr gelesen.
Aber dann habe ich vor ein paar Jahren ein Zitat gelesen, das ungefähr so ging: „Das Geheimnis, wie man Schreibblockaden los wird, ist lesen“ und das ist so wahr! Die Bücher, die ich lese inspirieren mich so sehr. Wenn ich ein wundervolles Buch lese, denke ich nun „Ich möchte noch besser schreiben! Noch mehr an mir arbeiten!“
Es hilft auf jeden Fall und ich bin sicher, dass sich mein Schreibstil durch die schönen Bücher, die ich gelesen habe, um einiges verbessert hat. Ich wollte besser werden und meine Bücher so schön wie möglich schreiben. Also spielen Bücher eine große Rolle für mich.

Luna: Mögen Sie Weihnachten?

Paige (entzückt): Ich liebe Weihnachten!!! Es ist die schönste Zeit des Jahres. Ich bin immer ganz aufgeregt, wenn ich den Weihnachtsbaum aufstellen und das Haus dekorieren kann. Jetzt habe ich auch noch zwei kleine Kinder, was das Ganze noch magischer macht. Ich liebe es!
Es ist so schön, Weihnachten hier mitten im Winter zu feiern, es hellt den Winter mittendrin auf. Wenn man wie ich aus Australien kommt, fällt Weihnachten mitten in den Sommer. Und der muss nicht aufgehellt werden (lacht). Also, ja ich liebe es total!

Luna: Wie feiert man Weihnachten in Australien?

Paige: Eigentlich genau so wie überall auch. Wir hatten den großen Weihnachtstruthahn, haufenweise Lametta, Lichterketten und einfach alles. Aber die Lichter sind nicht das gleiche, wenn man bis 22 Uhr warten muss, um sie leuchten zu sehen. (lacht)
Hier in Deutschland kann man um 16 Uhr rausgehen und die vielen Lichter sehen, weil es schon so dunkel und kalt ist. In Australien wird überall falscher Schnee aufgemalt und all so was. Es ist einfach nicht das gleiche.

Luna: Gibt es besondere Traditionen bei euch?

Paige: Ja, ein paar. Wie gesagt den Truthahn. Esst ihr an Weihnachten Truthahn in Deutschland? Wahrscheinlich ist es von Ort zu Ort anders, aber wir hatten immer den großen Truthahn und Weihnachtskekse und natürlich Geschenke. In Australien ist die Bescherung am ersten Weihnachtstag. Ich glaube, hier an Heiligabend? Cool! Am ersten Weihnachtstag wachen die Kinder so früh wie möglich auf. (ruft) „DER WEIHNACHTSMANN WAR DA!“ (lacht) Sie können es kaum erwarten, die Geschenke zu öffnen bevor es hell wird.



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